Dolcetto d’Alba Doc
Unter den Herkunftsbezeichnungen für den Dolcetto, die im Piemont nunmehr dreizehn sind, ist die von Alba die bekannteste und umfangreichste was die Anzahl der jährlich produzierten Flaschen betrifft. Bei Tisch unterstreicht der Dolcetto d’Alba noch einmal mehr die Merkmale von Frische und Jugend: eine rubinrote bis violette Farbe, ein frischer und entschieden fruchtiger Duft, ein ausgesprochen trockener Geschmack, Vollmundigkeit und Harmonie, die sich in einem angenehmen Nachgeschmack nach bitterer Mandel vollenden.
Das Konsortium gab eine Zonierung in Auftrag, um die verschiedenen, besonders hochwertigen Areale aufzuwerten, auf denen in den letzten Jahren die wichtigsten Betriebe mit ihren Etiketten Erfolg hatten. Man unterteilt das Land auf jeden Fall in zwei Hauptgürtel: einen in Richtung Barolo und jener Teil, der bei Alba beginnt und sich bis zum Belbo-Tal (Valle Belbo) hinzieht, wo die geologische Struktur feinere und leichtere Dolcetti hervorbringt.
Im oberen Langa- Gebiet geht es bis nach Cortemilia, wo der Dolcetto einst die Steinterrassen besiedelte und wo sich heute einige verbliebene Rebflächenbesitzer in einem Verband eigens für die Terrassen-Dolcetti organisiert haben. Es handelt sich um einen vor allem im Nord-Westen von Italien geschätzten Wein, wo man 80% der Produktion konsumiert. Er verdiente jedoch eine weitere Verbreitung, die sich wegen seines Namens (der oft Missverständnisse auslöst) schwierig gestaltet und wegen seiner Zugehörigkeit zu einer Weintypologie, die einem starken Wettbewerb auf dem internationalen Markt ausgesetzt ist.