Roero Docg
Im Roero, dem Land, dass sich orografisch links vom Tanaro-Fluss ausdehnt, schenkt die Rebsorte Nebbiolo einen begehrten und geschätzten Wein, dessen Name er genau von diesem Territorium erhält. Hier, an den Hängen der steilsten Hügel, auf den magersten und sandigsten Böden, wo andere Kulturpflanzen nicht genügend Ertrag erbringen, gedeiht der Weinstock, weil er die best ausgerichteten Positionen besetzt.
Heute ist der Roero ein frischer und duftender Wein, elegant und großzügig mit seinen Eindrücken, beginnend schon bei der einladend schönen intensiv rubinroten Farbe. Der trockene, reiche und warme Geschmack, der in einigen Fällen eine regelrechte Samtigkeit erreicht, macht ihn zu einem der angenehmsten Tischgäste, auch weil seine unaufdringliche Struktur und das moderate Tannin ihn zu einem agilen Begleiter der köstlichsten Speisen erheben. Die Reifezeit beträgt ein Jahr und man setzt für den Roero DOCG normalerweise großes Holz ein.
Die feinere Version entsteht sogar ohne Holz und bewahrt die Leichtigkeit der Nebbiolo-Trauben von den oft sandigen Böden, die man vor allem beim Nebbiolo d’Alba oder Langhe Nebbiolo findet. Das sind die in abfallender Rangfolge nächsten Herkunftsbezeichnungen für die gleichen Rebflächen (ricaduta).
Im Zentrum dieser Anbauzone operiert die Önothek von Canale, in der man die Weine des Roero verkosten kann.
* Mit der Angabe der Lage und dem entsprechenden Ortsnamen auf dem Etikett, muss der Ertrag auf 7.200 kg/ha oder 5.040 l/ha reduziert sein.